O banheiro português

Meine letzte große Reise führte mich in ein Land, das sich namentlich vom Porzellan kaum unterscheidet: Portugal! Auch seine Hauptstadt Porto kann sich sehen lassen.
Ach das ist gar nicht die Hauptstadt? Scheiße…

Wie dem auch sei – In Porto besuchte ich notgedrungen in einem Restaurant mit leckerem, preiswerten Mittagstisch die Toilette. Was mich hier erwartete, überstieg meine kühnsten Erwartungen!

Schon bei der Anreise zur Toilette gab es so einige Überraschungen zu erleben. Aber dazu später mehr! Bleibt dran 😉

Welch eine Freude, als ich in der Toilette angekommen war: Ein Ausblick, wie ihn George R. R. Martin nicht besser hätte beschreiben können.
Das kann ich auch nicht, also schaut’s euch einfach direkt an.

Ein wunderschöner Ausblick

Huch, nun hab ich versehentlich das falsche Bild hochgeladen. Das tut mir leid. Na gut, dann müsst ihr auf den Ausblick eben noch ein wenig warten und wir befassen uns so lange ausgiebig mit der Fliesensituation.

Fliesen

Was mich an den Fliesen am meisten faszinierte war die einfache marmorfarbene Farbe des Marmors. Dieses leicht schimmernde grau… einfach fantastisch! Dann diese Streifen mit dem Dings zwischen den Fliesen zur Verzierung. Welch prima Leistung vom Badezimmerwandfliesenleger. Leider war in einer Fliese ein kleiner Sprung zu erkennen. Da hatte wohl jemand seine Wut über die knappe 5:4 Niederlage der portugiesischen Eishockeynationalmannschaft gegen Mazedonien im Development Cup 2018 rausgelassen… Schade!

Doch da das mein Erlebnis nicht sehr beeinträchtigte gibt es dennoch solide 4,5 von 5 Klorollen für die Wandfliesen.

Anreise

Die Anreise zur Toilette verlief unproblematisch und war ein echtes Erlebnis. Seht selbst!

Eingangshalle

Die Eingangstür aus stylischem portugiesischem Glas, mit einem Griff aus echtem deutschen Stahl aus dem Ruhrgebiet! Mehr als das geht wohl nicht, ich habe noch nie so eine schöne Toilettentür gesehen. Glatte 5 von 5 Klorollen für die Anreise!

Toilette

Kommen wir nun zur Toilette selbst, dem eigentlichen Scheißhaus, denn ich bin ja nicht der Wandfliesentester und auch nicht der Toilettentürentester, denn ich bin der einzig wahre und echte SCHEISSHAUSTESTER!!!

Wie man sieht, war hier ein echter Fuchs am Werk. Hat sich direkt Bonus-Klorollen auf den Spülkasten gestellt. Also gibt es in dieser Kategorie schon mal minimum 1,5 von 5 Klorollen. Besonders gefallen mir hier der Handtuchhalter (1 Klorolle, aber bitte nicht als solche benutzen) und der große Mülleimer neben der Toilette.

Wie man auch auf diesem Bild erkennen kann, stehen die Fußbodenfliesen den Wandfliesen in nichts nach! Klasse. Auch der stylische Wasserhahn mit Aufdrehmechanismo exzellento ist eine ganze 1 Klorolle wert.

Die überragende Sauberkeit dieser Toilette verdient eine Wertung von 2 weiteren Klorollen. Ich habe mich wirklich sauber gefühlt.

Wer jetzt mitgerechnet hat, der muss nicht Mathematik studiert haben, um den Fehler zu erkennen: Das Scheißhaus ist schon bei 5,5 von 5 Klorollen angekommen. Da das per Definition der Scheißhaustestgrundverordnung (SCHTGVO) von 2016 keine zulässige Teilpunktzahl ist, muss ich für gewisse Dinge noch einige Klorollen abziehen.

Abzüge in der B-Note gibt es für die fehlende Klobürste (skandalös!), -0,23 Klorolle und den Seifenspender aus dem Supermarkt, -1,23 Klorollen.

Wer jetzt einen Taschenrechner hat, den beneide ich, ich komm pi mal Daumen auf 4 von 5 Klorollen für dieses wundervolle Klosett-Ensemble.

Ausblick

Ja, darauf habt ihr jetzt lang genug gewartet, ich weiß. Nun gut. Dann will ich mal nicht so sein, hier sind direkt 3 Bilder in der Galerie zur Belohnung für euer langes Durchhalten.

Da euch das Ansehen dieser Fotos eventuell den Atem zum Weiterlesen rauben könnte, nehme ich die Bewertung lieber schon mal vorweg: 5 von 5 Klorollen. Nicht diskussionswürdig.

Fazit

Insgesamt ist alles an dieser Toilette beeindruckend. Wie auf dem ersten Bild der Galerie gesehen, gibts eine Bonusklorolle auf der Fensterbank, wodurch ich meine Gesamteinschätzung von 4,5 auf ganze 5,5 von 5 Klorollen anheben darf (das ist laut SCHTGVO §78 zulässig bei zufälligem und nicht absichtlich gestelltem Auffinden von Toilettenpapierrollen).

So meine lieben Fans, das wars dann auch schon wieder von mir. In der heutigen Zeit alle nur noch YouTuber sind, ist doch ein gutes Buch als Klolektüre immer wieder schön. Schaut also gerne mal wieder rum auf scheisshaustester.de und bis bald! Euer Schietpröver ;-P

Säuberung

Hallo meine Lieben!

Ich bin der Didi von Didis Scheißhaus Palace und in diesem Beitrag zeige ich euch, wie man ein Scheißhaus richtig sauber macht! Ich hoffe ihr euch gefällt der Beitrag und ihr lasst mir einen Daumen hoch oder Kommi oder einen dicken Haufen Scheiße da! :*** XOXO

Im Folgenden beschreibe ich ein schlechtes Beispiel, das ich auf der anonymen Alkoholikerplattform Jodel gefunden habe,  welche mitteilungsbedürftige Schüler in der Regel für die Suche von Wohnungen, Stellen, Autos und vor allem ernsthaften Beziehungen nutzen. Des Weiteren findet sich dort häufig ein alternatives Akronym für das Deutsche Zentrum für Luft- und RaumfaHrt:

 

So macht man es nicht richtig.

Wo soll ich nur anfangen? Mich würde mal der Standard interessieren, der im Deutschen Kloputzprotokoll (DKP) für diese Toilette definiert wurde. Eventuell hat man das Prädikat „sauber“ schon absichtlich so niedrig wie möglich definiert, um keine zufälligen, verdachtsunabhängigen Intensivkontrollen für dieses WC erwarten zu müssen.

Nun, gehen wir also von oben nach unten vor. Was soll da stehen, was wollte uns der Künstler damit sagen? Wie schon bei den bisher getesteten Toiletten gibt es auch hier keinen Hinweis auf die Intention des Graffitis. Das ist einfach nur Schmiererei. Ich habe diesen Scheiß echt satt. Die Jugend von heute. Schlimm sowas!

Dann das Schild darunter – mutwillige Verunstaltung! Vielleicht sollte ich diesen Jodel wegen Gewaltverherrlichung melden.  Na ja, jetzt weiß man wenigstens nicht mehr was man sauber halten soll: Zigarette? Nicorette? Skelette? Blasquartette? Oder doch die Druckmanschette? Es wird wohl für immer ein Rätsel bleiben müssen.

Darunter kommen viele viele Fliesen. Wirklich viele Fliesen. Und so schöne Fliesen!

Alles Weitere darunter beschreibe ich nicht detailliert, da ich selbst nicht erbrech… ähh erkennen kann, was da auf dem Boden ist. Fände ich als Leser jetzt auch ein bisschen zum Kotzen, aber man muss sich ja auch mal befriedi… ähh zufrieden geben, mit dem was da ist.

Ich werde jeglichen Versuch einer Bewertung dieses WCs in Klorollen unterlassen. Man kann es einfach nur als Negativbeispiel ansehen und versuchen, es besser zu machen!

Bis zum nächsten Mal, euer Didi <3

Ryanair

Wenn der Scheisshaustester einmal nicht auf der Toilette sitzt, dann ist er meistens im Flugzeug anzutreffen. Da liegt es natürlich nahe, dass auch die Bordtoiletten eines gründlichen Bedürfnisverrichtungs-Tests bedürfen.

Der Scheisshaustester wäre nicht der einzig wahre Scheisshaustester, wenn er nicht mit der einzig wahren Airline fliegen würde. Ryanair setzt einheitlich auf das Modell Boeing 737-800, das über two overwing exits in the center of the cabin verfügt, two left and two right. Please note the nearest exit to you, which may be behind you. Soviel zur Sicherheit, nun kann es auch schon losgehen!

Toilettensitz

Sehr platzsparend ist dieser anmutige Sitz in die Toilettenkabine integriert, links daneben befinden sich der Spül-Drücker und ein Haltegriff. Die Toilette entleert sich in einen fachmännisch eingebauten, sogenannten Scheißetank im Heck der Maschine. Hoffentlich. Wenn die Jungs in Seattle alles richtig gemacht haben. Sauberkeit top! Trotzdem nur 3 von 5 Klorollen, weils einfach so verdammt ungemütlich eng ist.

Sitzt man nun also auf diesem wunderbaren Sitz, kann man das nächste Highlight begutachten:

Klopapier

Hier wurde richtig mitgedacht: Falls man mal zu zweit auf diesem geräumigen Klo ist, hat jeder seine eigene Rolle! TOP! 2 von 2 Klorollen

Um den eingangs erwähnten Notausgängen auch einen Sinn zu geben, können Sie selbst tätig werden und einfach gekonnt die mehrfachen Warnungen ignorieren, ein Feuer entfachen, damit die Crew und die Passagiere in Panik versetzen und die Piloten zur Notlandung zwingen. Ich mein, wozu ist da denn sonst ein Aschenbecher in der Tür?! Der kann doch nicht nur zum Spaß sein! Gehen wir jedoch mal davon aus und vergeben 5 von 5 Klorollen für den gelungenen Scherz an der Innenseite der Tür.

Waschbecken

Das Waschbecken läuft leider nicht so gut ab, vielleicht sind mal wieder die drain masts an der Außenhaut des Flugzeugs vereist, durch die das abfließende Wasser zunächst mit Chemtrails vermischt und dann von Bord befördert wird. Vielleicht sind aber auch schon Chemtrails in der Seife. Man weiß es nicht, sehr wahrscheinlich stecken aber die Illuminaten dahinter.

3 von 5 Klorollen für den schlechten Abfluss, jedoch sehr schöne Seife und samtig weiche Papiertücher. Angenehm!

Hier noch ein Lifehack von lifehacker.com: Wenn man mal ein besonders dringendes Bedürfnis verspürt, das Bord-WC jedoch gerade besetzt ist, gibt es ein verstecktes Feature, um die Besetzung zu bekämpfen und die Kontrolle über die Toilette zurück zu erlangen! Dieser gewiefte Trick ist nur Insidern in der Branche bekannt und dürfte auch schon bei der Besetzung Wiens durch die Truppen Napoleons geholfen haben. Einfach das Schild anheben (Achtung, nicht den Fingernagel abbrechen!) und den Riegel rüberschieben. Äußerst lustig, der Besetzer wird den Schreck seines Lebens bekommen! Haha, welch ein Spaß!!

Quelle: http://lifehacker.com/5673308/how-to-open-an-airplane-lavatory-door-from-the-outside

Der Außendruck in Reisehöhe liegt etwa bei 300 hPa und beträgt damit nur noch ein Viertel des Luftdrucks am Boden. Deshalb wird die Kabine auf Normaldruck aufgepumpt. Diese 1013 hPa fließen nun in den ohnehin schon hochkomplizierten Gesamtbewertungsalgorithmus ein und führen zu folgender Gesamtbewertung:  

3,568 von 5 Klorollen

Bahn-Toilette

Nachdem der Scheißhaustester all seine Geschäfte in Dublin verrichtet hatte, machte er sich auf in die wunderschöne norddeutsche Stadt an der Elbe. (nein, nicht Pinneberg…) Von hier aus zog er durchs Land und testete fleißig Scheißhäuser. Auf einer seiner Reisen stieß er in einem elektronisch angetriebenen Schienenfahrzeug auf eine sehr moderne, originelle Toilette.

Dieses Schild weist den Nutzer freundlich und multilingual darauf hin, doch bitte das WC nicht in den Bahnhöfen zu nutzen. Den Grund lässt es noch offen, doch er wird dem Scheißhaustester noch früh genug bewusst werden…

Öffnet man also die Türe und betritt das Scheißhaus, so kommt einem unverzüglich ein penetranter Geruch nach Urin entgegen. Um der Quelle dieses Geruchs nachzugehen, warf der Scheißhaustester einen Blick in das Klosett.

Eine bodenlose Frechheit! Diese Toilette entleerte sich nicht in einen eigens dafür hergestellten Behälter – in Fachkreisen auch Scheißetank genannt – sondern direkt auf die Gleise!! Nun wurde dem Scheißhaustester so einiges klar – das Schild an der Toilette hatte einen wichtigen Grund. Wenn jeder sein Geschäft in den Bahnhöfen verrichten würde.. nun ja.

Da dieses Geheimnis nun belüftet wurde, widmen wir uns dem Rest des WCs und geben dem Klosett in Verbindung mit dem netten Hinweis 2 von 5 Klorollen für den Umweltschutz.

Die Papiertücher auf der rechten Seite… huch, wo sind die denn hin? Ach ja, der Scheißhaustester brauchte die verbliebenen 3 Papiertücher auf. Für eine 20-minütige Zugfahrt ist das wohl ausreichend. Die Zeiten sind hart, da kann man ja nicht für jeden x-beliebigen Kunden Papiertücher bereitstellen. Oh, da oben sind ja noch welche versteckt, super! In Analogie zum frühen Vogel findet hier wohl der clevere Nutzer die Papiertücher. Die ansonsten vollzählige Ausstattung ist komplett vollständig vorhanden. Die zwei fast aufgebrauchten Klorollen auf der Ablage dienen sicherlich zur Deko. Schön! 4 von 5 Klorollen.

Ganz besonders hervorheben möchte ich die Fußpumpwasserversorgungsapparatur zur Toilettenspülung und Wasserhahnwasserversorgung. Ich weiß zwar nicht, wozu man bei einem Plumpsklo (Wikipedia: Toilette ohne Wasserspülung (Trockentoilette)) eine Spülung benötigt, lasse mich hier jedoch von den Entwicklern gern belehren. Sehr originell und durchaus funktionsfähig, diese Fußpumpen. Leicht verdiente 5 von 5 Klorollen.

Beim Verlassen stieß der Scheißhaustester auf ein Graffiti. Die Buchstaben GPC und ein verkackter Strich, dem nicht sinnvoll eine Bedeutung zugeschrieben werden kann, zieren die Tür. Hier war wohl ein gebildeter Chemiker am Werk, der auf die große Bedeutung der Gel-Permeations-Chromatographie aufmerksam machen wollte. Damit lassen sich Makromoleküle, wie z.B. die bekannten Biopolymere DNA und RNA, oder auch Proteine, fraktionieren. Für diese aufklärerische Leistung 5 von 5 Klorollen.

In Summe ist dies wirklich eine der eigenartigsten, besondersten, speziellsten und einzigartigsten Bahn-Toiletten Deutschlands. Insgesamt ein sehr zufriedenstellendes Erlebnis. Gesamtnote: 4 von 5 Klorollen.

Miss Pepper Barsbüttel

  Das Etablisment

Bei dem Restaurant Miss Pepper handelt es sich um ein charmantes den Amerikanischen Stil imitierendes Restaurant. Von überalll lächeln einen Blechschilder (geklaut oder nicht, steht nicht fest) und das Bild von dieser blonden Ische (alt-hebr. Frau) an. Im Flur vor steht auch ein Feuerwehrmann mit einem langen Schlauch in seiner Hand und verschmitztem Lächeln. Nunja, es sind Burrito-Weeks, also erstmal ne Runde scheißen:

Die Kabine

Ein Klo ohne Aussicht, beziehungsweise mit, aber auf das was einen eventuell auf diese Toilette gebracht hat: Die Buritto-Weeks! Man kuschelt sich als sehr adipöser Mensch angenehm an die 65,3°C lauwarme Heizung. Ein toller Service! Dafür 6 von 5 Klopapierrollen!

Auf der linken Seite ist für den fertigen Geschäftsmann eine 300km lange Klopapiierrolle bereitgelegt. Die eine beindruckende Patina aufweist. Immer wieder einen Besuch wert. Doch falls trotz 10kg verwendeten Toilettenpapiers noch was hängen geblieben sein sollte, gibt es einen wundervoll glänzenden, Sterlingsilber Klobürsten-Halter. Dieser enthält ungewöhnlicher Weise sogar eine Klobürste. Die stammt allerdings nicht aus der Originalaustattung zu stammen scheint. Viel mehr erinnert dieses Plasten-Objekt an eine Produktion aus dem VEB Plastik-Klobürste-zur-einmaligen-Verwendung.

Die Spülung

In die Wand eingelassen findet sich eine der für Autobahnraststätten gar nicht so unüblichen Wandklospülungstasten, die gut mit dem Hintern zu bedienen ist, um die Hände nicht dreckig zu machen.

Der Weg zurück

Hinterlässt man dann diese geräumige Kabine im Anschluss, wie man sie vorgefunden hat, so tritt man einer Reihe enggestellter Pissoirs entgegen. Der unsichere Blick stellt nun fest, dass die uringelbfarbenen Fliesen eine inteligente Wahl des mit Putzmittel sparsamen Toilettenausstatters waren. Außerdem geht die Spülung der Pissoirs nicht. Auch das hilft der Umwelt. 4 von 5 Klorollen!

Das Waschbecken ist eher durchschnittlich. Positiv ist anzumerken, dass die Seife voll war und sowohl Papiertücher als auch ein Trockner-Gebläse vorhanden waren. Letzterer hätte sogar aus der Steckdose ausgesteckt werden können, um auf dem Klo sein Handy zu laden oder sich last-second zu rasieren. Dafür 5 von 5 Klopapierrollen.

Fazit

Im Restaurant wurde der (anonym gebliebene) Scheißhaustester mehrfach gefragt ob es ihm schmecke und alles in Ordnung sei. Das war es, doch dieser Service ließ auf der Toilette zu wünschen übrig. Auch die Gesamtkombination der einzeln für sich sehr gut bewerteten Details verwirrte jedoch das Auge (und je nach Gewicht den Oberschenkel mit einem Grill-Muster) daher gibt es insgesamt verdiente 4 von 5 Klorollen!

Murray’s Bar

Nach einem normalen Tag am College, wo der Scheißhaustester mal wieder nichts als Mist im Kopf hatte, hat er sich auf dem Heimweg auch noch in eine Bar verlaufen. Gut, scheiß auf die Klausur, denn ändern lässt sich diese nun eh nicht mehr. Also erstmal an die Bar. Oder genauer an die Bar in Murray’s Bar & Grill. Dazu muss man erstmal dem Türsteher erzählen, wo man denn hin will. Ein „In die Bar“ reichte in diesem Fall nicht ganz, ich musste noch ergänzen, dass ich zur unteren Bar möchte. Im Keller habe ich dann auch gleich ein (oder ein paar mehr) Guinness und ein Eis geordert, um anschließend das Scheißhaus ordentlich testen zu können.

Location

Das Scheißhaus war gar nicht so einfach zu finden, da es hinter einer Tür versteckt ist, an der zwar Toilet steht, die man aber auch erstmal sehen muss. Betritt man also diesen „Flur“ hinter dem die Türen für die Ladies und die Gents liegen, steht man zwischen den Türen. Ein weiterer Schritt und man ist im nicht sehr großen aber umso schickeren Herren-Scheißhaus gelandet. Für die Platzierung der Toilette vergebe ich 3 von 5 Klorollen. Hier also noch ein Bild der schönen Tür:

Sauberkeit

Auf dieser Toilette war alles sehr sauber: Der Fußboden, der Spülkasten, die glänzenden Rohre, die Decke, das Waschbecken. Doch das wichtigste nicht. Das Klo selbst war leider dreckig. Da ich es nicht anfassen wollte und ohnehin nichts großes zu erledigen hatte, habe ich es also im originalen Zustand belassen.

Hier ist es zwar nicht zu sehen, aber die Klopapierrolle ist etwa 93,53 prozentig gefüllt, was darauf schließen lässt, dass es den meisten Leuten hier ähnlich ging, wie dem Tester. Das reinigen wäre aber möglich gewesen. Schließlich befindet sich die Klobürste direkt hinter dem WC. Muss man nur wissen. 4 von 5 Klorollen.

Design & Sicherheit

Wie schon erwähnt, sind die Wasserrohre poliert und auch die Fliesen glänzen wie neu. Das gibt einem das Gefühl an einem ganz besonderen Ort zu sein.

Auch der Spülkasten ist blitze blank, als wäre er noch nie benutzt. Und funktionieren tut er auch wunderbar. Für das maximale Sicherheitsgefühl ist auch gesorgt. Wie auf dem Bild zu sehen ist fast alles vorhanden, was einem im Notfall den Aufenthalt auf dem Scheißhaus retten kann:

Eine Lüftung, damit das vollgeschissene Klo nicht zu sehr stinkt, Ein Rauchmelder, der sicherlich auch Gase messen kann. (Das sollten wir für die nächsten Tests mal für die Geruchsanalyse in Prozent evaluieren.) Und sogar ein Bewegungsmelder, der durch ein grünes Leuchten anzeigt, dass man noch lebendig ist, da man sich ja bewegt. Einzig die Überwachungskamera habe ich vermisst, um mich beim Pissen vollkommen sicher zu fühlen. 5 von 5 Klorollen für das Design und die Sicherheit dieses Toilettenraumes.

Waschbecken und Handtrockner


Der Seifenspender wurde nicht wie üblich lieblos neben dem Waschbecken angebracht, sondern genau mittig zwischen den beiden Wasserhähnen. Sowas schönes habe ich lange nicht gesehen. Er ist auch ziemlich voll gewesen, sodass meine Hände so sauber wie lange nicht wurden. Leider ist der kalte Wasserhahn etwas zu Nah an dem Überlaufabfluss, sodass man diesen, wäre man etwas unachtsamer gewesen, fast berührt hätte. Den Händetrockner kann man auf einem früheren Bild schon sehen. Er funktionierte zum Testzeitpunkt einwandfrei. 5 von 5 Klorollen.

Fazit

Dieses Designer-Klo verdient 4 von 5 Klorollen. Falls der Betreiber von Murray’s Bar hier mitliest und sein Scheißhaus verbessern möchte, so gebe ich ihm folgende Tipps: Das WC muss sauber sein, sonst ist das Scheißen schwierig. Nicht jeder möchte das Erlebnis des Selber-Putzens spüren. Falls das also eine Erlebnistoilette ist, wäre ein Wegweiser oder eine Karte zur nächstgelegenen Toilette nicht schlecht gewesen. Die hab ich übrigens beim Ladenschluss, als ich gerade die Treppe hochgehen wollte auf der anderen Seite entdeckt, aber hatte keine Zeit mehr einen weiteren Test durchzuführen. Sollte jemand diese Toilette zu Hause nachbauen wollen, rate ich dazu doch einen halben Meter mehr in den Raum einzuplanen und wie vorher schon erwähnt die Überwachungskamera zum vollkommenen Sicherheitsgefühl zu ergänzen. Außerdem fehlte die Persönlichkeit auf diesem Ort. Keine Schriftzüge wie im Bernard Shaw und keine wunderbar schönen Aufkleber wie im Barge. Da lässt sich noch einiges für die fünfte Klorolle verbessern.

The Bernard Shaw

Vorgestern gingen der Scheißhaustester und einige unabhängige Gutachter gemeinsam zum sagenumwobenen Pizza&Pint special ins The Bernard Shaw. Dabei handelt es sich um ein Angebot, das eine Pizza und einen Pint alkolischer Getränke zu einem Preis einer Pizza enthält: Die perfekte Kombination, um anschließend das Scheißhaus gründlichst zu testen. Das taten wir auch:

Allgemeine Erscheinung und Dekoration

Das allgemeine Erscheinungsbild der Toilette im Bernard Shaw ist alternativ. So wie auch der seltsame Geruch im Außenbereich, den ich aufgrund nichtvorhandener Drogenerfahrungen nicht zuordnen kann. Aber normale Zigaretten waren es scheinbar nicht, die da im Raucherbereich konsumiert wurden. Nunja, zurück zur Toilette. Es gibt eine Menge Graffitis und Aufkleber zu bewundern. Das ist auch gut so, denn sonst wäre der Gang zur Toilette hier nichts besonderes. Interessanter Fakt: Wir waren tatsächlich schon mehrfach in dieser Bar und jedes Mal hat sich die Toiletten-Verzierung weiterentwickelt. Man sollte dem Bernard Shaw also durchaus auch dann eine Chance geben, wenn man die Dekoration auf der Fotodokumentation nicht ansprechend findet. Dafür vergebe ich 3 von 5 Klorollen, da es sehr vom Geschmack des Betrachters abhängt.

Das Scheißhaus und das Pissoir

Das Scheißhaus wurde offensichtlich schon vorher ausgiebig genutzt und auch Klopapier ist einiges vorhanden. Leider, denn wäre nicht so viel Klopapier vorhanden gewesen, wäre die Toilette vielleicht nicht damit verstopft gewesen. Aber das ließ sich wohl nicht ändern. Ich betrachtete also eine Weile das schöne Grafitti auf der Innenseite des Klodeckels. (Ich habs bis heute nicht entschlüsseln können. Wenn jemand das lesen kann, bitte entschlüsselt in die Kommentare schreiben.)

Dann entschied ich mich, dass ich die Pizza behalte und nur den Pint loswerde. Das Stehklo ist eines der saubersten, das ich in letzter Zeit gesehen habe. Es war nichteinmal Second Hand Kaugummi vorhanden. Dafür an jedem Platz ein personalisiertes Grafitti, das zum Nachdenken anregt.

Positiv aufgefallen sind mir auch die weißen Begrenzungen: Hoch genug um nicht komisch angesehen zu werden, aber auch nicht zu hoch, sodass man sich noch problemlos unterhalten kann. Ich vergebe 2 von 5 Klopapierrollen, da nur ein kleines Geschäft möglich war.

Afersales Service

Das Waschbecken sieht in seiner Ecke schon vielversprechend aus. Seife ist vorhanden und beim Druck auf den Wasserhahn kommt Wasser heraus.

Leider tritt die Hälfte des Wassers schon weiter oben aus dem Wasserhahn aus, sodass es zwar zum Händewaschen reicht, aber eine weniger gute Umweltbilanz hat. Als ich dann meine Hände abtrocknen wollte kam der Schock! Der Hand-Trocken-Puster hatte keine Puste. Auch nicht, nachdem ich den Stromschalter daneben in die andere Position gewechselt habe. Als ich resigniert zum Ausgang gehen wollte stieß ich neben dem Kondomautomaten – mit einer guten Auswahl Aufklebern und Minzpastillen im Sonderangebot – auch auf die Handtuchpapierrolle, die auf einer extra dafür vorgesehenen Heizvorrichtung steht.

So angenehm wie mit diesem warmen Papier habe ich lange nicht meine Hände abgetrocknet. Dafür vergebe ich 5 von 5 Klorollen!

Fazit

Das Scheißhaus ist hervoragend, wenn man sich nach einer leckeren Pizza die Hände waschen möchte. Seinen eigentlichen Zweck, das Scheißen, kann es leider nicht wirklich erfüllen. Der komplizierte Klorollenberechnungsalgorhytmus sagt, dass dieses stille Örtchen insgesamt 3 von 5 Klorollen erhält. Der Vorraum manchmal auch Bar genannt ist nicht schlecht, wenn man auf den guten alten Ochi verzichten kann. Das muss man nur wissen, bevor man dann drei Minuten lang staunend am Tresen steht und nicht weiß, was man stattdessen trinken soll,  um das schöne Pissoir zu nutzen.

Ehemalige öffentliche Toilette

Für seine größten Fans hat der Scheißhaustester heute ein ganz besonderes Special auf Lager.

Unweit der berühmten St. Patrick’s Cathedral befindet sich in der Kevin St diese öffentliche Toilette, die gerade im Herbst und Winter besonders schön anzusehen ist, wenn sie mit Laub bedeckt ist. Sie ist nämlich keine mehr.

Ein Test war leider nicht möglich, da die Tür auch nach mehrmaligem Anklopfen verschlossen blieb. Dennoch wurde hier ein Geschäft verrichtet, nähere Details möchte ich an dieser Stelle gern verschweigen.


Wie in diesem Zeitungsartikel zu lesen ist, werden diese öffentlichen Toilette , offiziell als public convenience bezeichnet, seit Mitte des 20. Jahrhunderts nicht mehr wirklich benötigt, da es mittlerweile in allen Geschäften öffentlich nutzbare Toiletten gibt. Diese Tatsache ist Irland gegenüber Deutschland wirklich positiv anzurechnen!


… to be continued …

Europaschule Bremen

Jeder Schüler kennt es, während des Unterrichts „plötzlich“ auf Toilette zu müssen, wenn ein Lehrer gerade eine unbeantwortbare Frage stellt.  Scheiß Timing, oder? Aber wat mutt dat mutt!

Das Schulzentrum II in Utbremen fördert neben interkulturellen Lernprozessen auch interkulturelle Scheißprozesse. Dazu wurde dieses Scheißhaus eingerichtet.

Der erste Eindruck einer Toilette ist entscheidend. Und genau an dieser Stelle setzt dieses Scheißhaus an. Es liefert dem Nutzer augenblicklich einen besonderen Augenblick, den er nie wieder vergessen wird.

Politische Aussagekraft

Die Ausstattung dieser Toilette spiegelt die aktuelle Lage Europas wider. Wie scheiße es wirklich aussieht, wird unter Bergen von verschwendetem Papier verborgen. Die gesellschaftskritische Ausstrahlung dieser Toilette ist als sehr tiefgründig anzusehen und verdient eine besondere Erwähnung. 4 von 5 Klorollen.

Künstlerischer Anspruch

Das obligatorische Problem des fehlenden Klopapiers (Gypsy Rose und The Barge) wurde hier ausnahmsweise ins Gegenteil umgekehrt. Es ist in Hülle und Fülle vorhanden und inspirierte die Seele eines aufstrebenden Künstlers. Die besten Leistungen werden für gewöhnlich unter großem Druck erzielt.

Es könnte ein Museum vergangener Sitzungen sein. Man fragt sich „Ist das Kunst oder kann das weg?“ Wie in Museen meist üblich, ist das Fotografieren untersagt. Somit können von diesem WC nur mit Ausnahmegenehmigung Fotos erstellt werden.

Die Klobürste birgt einige Kontroversen. Da fragt man sich, ob sie Teil des Kunstwerks ist oder tatsächlich einen praktischen Nutzen hat. Spontan tippe ich auf ersteres. Für die künstlerische Darbietung vergebe ich 5 von 5 Klorollen.

Klopapier

Das Klopapier ist nicht nur einmalig, sondern auch einlagig. Dafür gibt es direkt Abzüge. Jedoch gleicht die Quantität die fehlende Qualität aus. Die Dekoration dieses Klosetts mit Klopapier sucht Seinesgleichen. Liebevoll angerichtet, findet jeder Scheißhausliebhaber hier eine große Menge seines Lieblingsstoffs vor. Leider wurde anscheinend das gesamte Klopapier für die Gestaltung des Kunstwerks verbraucht, daher war keins mehr vorhanden. 0 von 5 Klorollen.

Fazit

Mittlerweile hat der Leser bestimmt schon eine lebhafte Fantasie entwickelt, wie diese Toilette wohl aussehen mag. Um diese zu zerstören, hier ein Foto:

 

Wie auch das Abitur in Bremen war diese Toilette schön anzusehen, aber praktisch unbrauchbar. Gesamtnote 2 von 5 Klorollen aus Mitleid.

Dieser Artikel ist unter Einfluss eines Bieres minderer Qualität entstanden. Scheiße rein, scheiße raus. In Bremen ist es auch als „Maurerbrause“ bekannt.

The Barge

Den gestrigen Abend verbrachte ich mit einigen „Freunden“ und einer kleinen Menge alkoholischer Getränke im The Barge. Der perfekt am Ufer des berühmten Dubliner Grand Canal situierte Pub ist wirklich sehenswert und sehr geeignet für den Konsum von geringen Mengen alkoholischer Getränke. The Barge ist so etwas wie eine Institution und wird von vielen Dublinern favorisiert, die seit Generationen dort ihren Pint genießen, gutes Essen zu sich nehmen und vor allem viel Spaß am Kanalufer haben möchten. Wer sich an dieser Stelle fragt, ob ich mir so eine Scheiße selbst ausdenke, den muss ich enttäuschen. Quelle ist http://www.thebarge.ie/ (sehr schöne Website!)

Nun zum Wesentlichen. Nach einem langen, komplizierten, mehrtürigen Weg erreicht man den Toilettenraum. Vorab sei bemerkt, dass mich der Besuch dieser Räumlichkeit in einigen Punkten an meinen Besuch im Gypsy Rose erinnerte. Wer den Artikel verpasst hat, sollte das Lesen dringend nachholen!

Auffällig ist das Pissoir, das vier Stehplätze bereitstellt. Ein Minuspunkt ist hier jedoch der etwas zu schmale Abstandstester auf dem Fußboden, der, wie einer der Nutzer mir gegenüber anmerkte, als Beleidigung der Nutzer aufgefasst werden könnte. Interessant ist auch das Verhalten einiger Nutzer, die es während des Urinierens für nötig halten, ihr Smartphone zu bedienen. Dieses Verhalten sollte man dringend mit einer Big Data Analyse untersuchen. 2 von 5 Klorollen für das Pissoir.

Allgemein gibt es wenig zu bemängeln, die Aussicht auf den Grand Canal ist fabelhaft. Sehr schöne Fenster, tolle Holzwände, für die Einrichtung vergebe ich 4 von 5 Klorollen!

Nun ans Eingemachte – das Klopapier. Auch hier muss ich wieder Abzüge geben: es ist nicht vorhanden! Wahrlich eine Sauerei, wie wenig von diesem grandiosen Stoff in Dublin verfügbar ist. Der Brexit hinterlässt schon Spuren, hier wird jeder Zentimeter Klopapier hart kalkuliert, um die Abhängigkeit von der Nachbarinsel zu reduzieren. 0 von 5 Klorollen beim Klopapier.

Besonderheiten dieser Toilette

Hier sei zunächst das Graffiti an der Tür erwähnt. Was wollte uns der Künstler damit sagen? Es kann sich wohl jeder sein eigenes Bild machen. Meiner Meinung nach sehr gelungen, gerade das Stilmittel der verlaufenden Tinte gibt dem ganzen einen Hauch von Spontanität. 4 von 5 Klorollen für das Graffiti.

Als eine wirkliche Besonderheit zählt der Eulen-Aufkleber. Nicht nur ein Mal, nein, ganze zwei Mal verziert dieser Aufkleber die an der Wand angebrachten Gerätschaften. Mit Liebe zum Detail designed, ist dieser Sticker ein wirkliches Glanzstück. Einzig und allein die Bedeutung des komischen Stabs in den Krallen der Eule bleibt offen. Was wollte uns der Künstler damit sagen? Für diese besondere Verzierung vergebe ich die Bestnote von 5 von 5 Klorollen!

Dem aufmerksamen Fan des Scheißhaustesters wird bis zu dieser Stelle nicht entgangen sein, dass das eigentliche Klosett bisher nicht beschrieben wurde. Wie eingangs erwähnt, erinnert der Besuch dieses Scheißhauses sehr an den im Gypsy Rose, nicht nur aufgrund des fehlenden Klopapiers wurde auch hier kein großes Geschäft verrichtet. Da dies, wie das folgende Bild illustriert, jedoch durchaus möglich gewesen wäre, vergebe ich 3 von 5 Klorollen für das Klosett. Abzüge gibt es hier für die nicht funktionsfähige Spülung.

Nun sind wir auch schon beim Fazit angelangt. Noch einmal hervorheben möchte ich die schönen Eulen-Aufkleber und den wundervollen Ausblick aus den Fenstern. Der Klopapiermangel ist hoffentlich bald überwunden, das lässt sich verzeihen. Beim Pissoir musste ich einige Abstriche machen, alles in allem ist diese Toilette aber durchaus einen Besuch wert! Gesamtnote 4 von 5 Klorollen.